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Osterhofener Zeitung vom 29.02.2016

Vorsicht! Erdkröten begeben sich auf Wanderschaft

Naturschutzwart Fritz Hartl verlegte mit der Wasserwacht einen 300 Meter langen Schutzzaun

 - 300 Meter Krötenzaun spannte die Wasserwacht mit Naturschutzwart Fritz Hartl. - F.:Schweiger
300 Meter Krötenzaun spannte die Wasserwacht mit Naturschutzwart Fritz Hartl. - F.:Schweiger

Arbing. Die Erdkröte (Bufobufo) ist ein weit verbreiteter Froschlurch aus der Gattung der „Echten Kröten“. Meist im Laufe des März, wenn es die klimatischen Bedingungen zulassen, begeben sich die Tiere auf massenhafte Wanderung zu ihren bevorzugten Laichgewässern. Wegen ihrer langsamen Fortbewegung sind die Kröten auf der Straße in hohem Maße vom Verkehrstod bedroht. Mit der „Aktion Krötenschutz“ der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis, die die Stadt Osterhofen unterstützt, wird am westlichen Ortszugang von Arbing versucht, dem Krötensterben auf einer Länge von 300 Metern mit einem Fangzaun zu begegnen.

Naturschutzwart Fritz Hartl und die Wasserwacht Osterhofen mit Naturschutzbeauftragter Rudi Weileder übernehmen während der Zeit der Krötenwanderung die Betreuung des Abschnittes zu den umliegenden Biotopen.

Wenn es die Natur im Frühjahr zulässt, werden Erdkröten-Männchen mit Balzrufen die Paarfindung einleiten. Die Erdkröte ist neben dem Gras- und Teichfrosch bzw. dem Teichmolch die häufigste Amphibienart in Europa. Die relativ plumpen Tiere besitzen einen gedrungenen, oberseitig von warzigen Hautdrüsen übersäten Körper. Die Körperlänge der Männchen beträgt bis zu 9 Zentimetern, die Weibchen werden bis zu 12 Zentimeter lang. Mit ihren kurzen Hinterbeinen bewegen sie sich auf allen Vieren, bei Beunruhigung auch hüpfend vorwärts.

Die Erdkröte gilt als wechselwarmes Geschöpf, das im Allgemeinen dämmerungsaktiv ist. Tagsüber ruhen die Tiere unter Steinen, zerfallenen Mauerresten, Totholz, Laub und Gebüschen oder selbst gegrabenen Erdlöchern. Als Lebensräume besiedeln sie ein breit gefächertes Spektrum von Biotopen, das von Wäldern über halb offene Landschaften mit Wiesen, Weiden und Hecken bis zu naturnahen Gärten reicht. Ungeeignete Lebensräume sind intensiv genutzte Ackerlandschaften und großflächige Nadelholz-Monokulturen. Wo Wasser fehlt, kann die Art nicht existieren. Die Fortpflanzung findet immer im selben Laichgewässer statt, das schon Generationen von Kröten zur Brutablage nutzen. Diese Populationsvorgaben der Natur sind es, die die Tiere aus den Feuchtzonen locken, um sich nachts ab 6 Grad Celsius auf den Weg zum Laich- und Brutvorgang zu machen.

Gefährliche Hindernisse für Kröten sind v.a. Straßenübergänge. Bei Arbing hat die Wasserwacht im Abstand von 20 Metern hinter der Krötenschutzwand aus Plastik Eimer vergraben, die zu Sammelbecken für die Krötenart werden sollen. Die täglich zweimalige Entleerung der Behälter übernimmt die Wasserwacht. Seit zwei Jahren setzen sich Ulli Lienert, die Familie Steinhuber und Fritz Hartl für die Arbinger Amphibien ein und stellen befriedigt fest, dass der Häufigkeit des „Krötentod“ damit ein Riegel vorgeschoben wird. - as

Artikel aus Osterhofener Zeitung vom 29.02.2016

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