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Osterhofener Zeitung vom 31.05.2010

Kinder machen Osterhofen zur Spielestadt

14 Vereine stellten buntes Kinderprogramm auf die Beine - Ludwig Einhell: „Rundum gelungen“

Osterhofen. Der kleine Jonas schaut konzentriert auf den gelben Pappkarton, aus dem er große gelbe Zacken ausschneidet. Auf dem schmalen Holztisch liegt alles durcheinander: Viele bunte Schnipsel, Schablonen, Klebestift. Laute Musik, Kindergeschrei und Lachen tönen aus allen Ecken, doch Jonas hat nur Augen für eines: Ernst schneidet der Sechsjährige die letzte Ecke ab und gibt den gezackten Karton mit erwartungsvollem Blick der Betreuerin Johanna. Die Jugendliche klebt die beiden Karton-Enden zusammen und setzt Jonas die Pappkrone auf. Der Junge grinst. „Jetzt brauchst du nur noch einen Thron“, lacht Johanna.

So wie hier am Stand des Kreisjugendrings Deggendorf, wo Johanna Wenz mit den Kindern farbige Pappkronen bastelte und u. a. mit Bauklötzen gespielt wurde, konnten Kinder am Samstag überall auf dem Stadtplatz kreativ werden und Spaß haben. 14 Vereine bauten Bühnen, Stände und Zelte auf und stellten ein buntes Programm auf die Beine. Sie machten Osterhofen einen Tag lang zur Spielestadt: Von spielerisch bis sportlich war für jeden der etwa 250 kleinen Besucher etwas dabei.

Christiane Gessl geht zur Musikanlage und dreht am Lautsprecherknopf. Schnelle, amerikanische Popmusik dröhnt aus den Boxen. „So Mädels, jetzt gehen wir erstmal vier Schritte nach vorn und nehmen dann den Arm hoch.“ Christiane Gessl zählt im Takt „Eins, zwei, drei, vier...“, winkelt den rechten Ellenbogen an und streckt dann die Hand aus. Eine Gruppe Mädchen macht es ihr nach. „Super, gleich nochmal.“ Nach ein paar Minuten stehen doppelt so viele Kinder hinter Christiane Gessl und tanzen mit. Kinder für den Spaß am Tanz interessieren, aber auch schon für den nächsten Auftritt proben - so schlug die Kindertanzgruppe des Turnvereins Osterhofen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Auch einen Orientierungslauf und einen Slackline-Parcours hatte der TV sich ausgedacht. Sportlich ging es auch an den Ständen des FC Gergweis (Fußballspielen), der Spvgg Osterhofen-Altenmarkt (Torwandschießen) und dem TSV Altenmarkt (Geschicklichkeitsspiele) zu.

Der Eissportclub Osterhofen schaffte es sogar, das winterliche Eisstockschießen auf den Asphalt zu holen: Das „Asphaltschießen“ funktioniert genauso wie Standlschießen, nur sind die Stöcke aus einem speziellen Kunststoff-Material.

 - Wasser-Action gab‘s beim Ziel-Wasserspritzen der FF Osterhofen.
Wasser-Action gab‘s beim Ziel-Wasserspritzen der FF Osterhofen.

Der zehnjährige Max kniet am Boden und hält eine Wasserspritze der FF Osterhofen festumklammert. Plötzlich schießt das Wasser nur so aus dem dünnen Schlauch gegen die fünf Meter entfernte Zielwand, an der eine blaue Sirene befestigt ist. Es spritzt zwar viel Wasser zur Seite weg, doch Max hält den Strahl angestrengt auf das kleine Loch inmitten der Wand, bis sich der Eimer dahinter mit Wasser gefüllt hat: Dann blinkt die Sirene und ein ohrenbetäubender Lärm schallt über den Stadtplatz. Max lässt die Spritze fallen, springt auf und schreit: „Yeah!“. Anerkennend nickt Feuerwehrkommandant Manfred Ziegler und schaltet die Sirene aus.

Wie hier die Feuerwehr Osterhofen, die neben dem Ziel-Wasserspritzen ebenso Brandschutz-Infos und eine Fahrzeugschau anbot, verbanden auch das Jugendrotkreuz und die Wasserwacht das Informative mit dem Spielerischem. So konnten die Kleinen bei der Wasserwacht Reifen-Werfen spielen und beim Jugendrotkreuz das OP-Spiel „Doktor Bibber“ ausprobieren sowie sich von Christian Stöger das Innere eines Krankenwagens zeigen und erklären lassen.

Auch Kreative kamen nicht zu kurz. Neben Kinderschminken (Kindergarten Altenmarkt) und Holzmalen (Kinderschutzbund) boten die Asambläser und der Spielmannszug nach ihren Musikeinlagen Basteleinheiten an. Musikalisch präsentierte sich auch der Jugendtreff Osterhofen: Mit einem Fernseher und Mikrofonen ausgerüstet, haben die kleinen Sängerinnen und Sänger sich dort bei einem Karaoke Wettbewerb gemessen.

An jeder „Station“ bekamen die Kinder Stempel auf einen Zettel. Und wenn dieser vollständig ausgefüllt war, durften sie ihn beim Hotel Pirkl oder in der Eisdiele gegen ein Eis eintauschen. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier stattete den Kleinen extra einen Besuch ab, ihr gefiel das bunte Kinderprogramm.

Jugendbeauftragter Michael Ammersdorfer freute sich vor allem über das sonnige, warme Wetter: „Wir hatten das ja alles schon für letztes Jahr geplant, doch damals machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung.“ Auch Kulturreferent und Mitorganisator Ludwig Einhell zeigte sich hochzufrieden: „Eine rundum gelungene Veranstaltung.“

Artikel aus Osterhofener Zeitung vom 31.05.2010

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