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Osterhofener Zeitung vom 14.02.2012

Fasching total: Bierkrieg, Banken und "Bunga Bunga"

Bunte Themenvielfalt auf den Wagen der Osterhofener Vereine beim Faschingszug am Sonntag - Bewährungsprobe für neues Sicherheitskonzept

 - Bei klirrender Kälte arbeiten (v.l.) Hans Framersberger, Josef Bormeth, Peter Weigl und Anton Ruschitschka am Aufbau des Mooser Dultstadls auf dem Faschingswagen des Theatervereins Osterhofen. - Foto: Verein (Theaterverein)
Bei klirrender Kälte arbeiten (v.l.) Hans Framersberger, Josef Bormeth, Peter Weigl und Anton Ruschitschka am Aufbau des Mooser Dultstadls auf dem Faschingswagen des Theatervereins Osterhofen. - Foto: Verein (Theaterverein)

Osterhofen. Sie machen "Bunga Bunga" wie Berlusconi, lassen sich als Griechen unterm Rettungsschirm von deutschen Steuerzahlern sponsern, ziehen in den "Bierkrieg", spielen Monopoly und überwinden im "Dschungelcamp" ihren Ekel: Der Osterhofener Faschingszug am kommenden Sonntag zeigt ein buntes Panoptikum des Weltgeschehens in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Den Mooser Bierstreit mit der Stadt Deggendorf haben sich nicht nur die KLJB Altenmarkt, die "Anonymen A’s" und die SpVgg Aicha als Thema für ihren Wagen ausgesucht, sondern auch der Theaterverein Osterhofen. Bei eisigen Temperaturen bereiten Mitglieder den Wagen für den Faschingszug vor. Im Stadel von Landwirt Karl Schott in Ruckasing, welcher auch die Fahrzeuge zur Verfügung stellt, waren Vorsitzender Peter Weigl und seine fünf engagierten Kollegen an den vergangenen Wochenenden bis in den späten Nachmittag mit Aufbau, Verzierung und Fertigstellung von Traktor und Anhänger beschäftigt. Um beim Faschingszug das Motto eindrucksvoll zu präsentieren, werden mindestens 13 Mitglieder ihren Vorsitzenden auf dem Wagen begleiten. Für den Theaterverein ist es mittlerweile die sechste Teilnahme, wobei man fünf Mal mit einem Wagen und einmal mit einer Fußgruppe dabei war.

Werbung für die Spieletage Anfang März machen die Jugendgruppen von BRK und Wasserwacht, die als "Osterhofener Monopoly" mitmarschieren. "Als Körperschaft des öffentlichen Rechts müssen wir uns politisch zurückhalten", meint stellvertretender Vorsitzender Karsten Wirler, der bei der Organisation von Jugendleiterin Bettina Eder unterstützt wird. "Wir wollen es uns schließlich mit niemand verscherzen."

 - "Osterhofener Monopoly" spielen die Jugendlichen von Rotkreuz und Wasserwacht mit 2. Vorsitzendem Karsten Wirler (hinten l.). - Foto: Schiller
"Osterhofener Monopoly" spielen die Jugendlichen von Rotkreuz und Wasserwacht mit 2. Vorsitzendem Karsten Wirler (hinten l.). - Foto: Schiller

Der Wagen wird heuer in der Wasserwacht-Garage gebaut. Aufgrund der beengten Verhältnisse, wird es, so Wirler, besonders spannend: Der Wagen selbst kann nämlich erst am Faschingssamstag zusammengebaut werden. Auch eine Zugmaschine muss noch gefunden werden. Wirler hat jedoch keinen Zweifel, dass er noch einen Landwirt findet, der seinen Bulldog dafür zur Verfügung stellt.

Am Sonntag hat sich der Arbeitstrupp getroffen, um die Seitenwände für die Verkleidung des Anhängers herzustellen und sie nach Art eines Monopoly-Spielfelds zu lackieren und zu beschriften. Auch Häuser, Hotels und Spielfiguren müssen ausgesägt und bemalt werden. Die verschiedenen Straßen sind nach den Dörfern der Stadtgemeinde Osterhofens benannt. Auf dem Wagen befinden sich beim Faschingszug die Jugendlichen von Jugendrotkreuz und Wasserwacht: Sie sind als Spielelemente verkleidet: Polizist, Los, Bahnhofsvorsteher, E- und Wasserwerker. Die Erwachsenen gehen als Ereignis und Gemeinschaftskarten neben dem Wagen und verteilen an die Zuschauer Flyer für die Spieletage. Insgesamt 15 bis 20 Mitglieder werden beim Faschingszug mitmarschieren.

 - Als Ruheständler hat Metzgermeister Hans Peter nun Zeit, um den OHO-Faschingswagen in griechisch Weiß-Blau zu dekorieren 2. Vorsitzender Siegfried Liebl (links) hilft beim Aufhängen der Fähnchen. - Foto: Schiller
Als Ruheständler hat Metzgermeister Hans Peter nun Zeit, um den OHO-Faschingswagen in griechisch Weiß-Blau zu dekorieren 2. Vorsitzender Siegfried Liebl (links) hilft beim Aufhängen der Fähnchen. - Foto: Schiller

"Osterhofen rettet Griechenland": Diese Ansicht vertreten die Mitglieder von OHO Stadtmarketing am Faschingssonntag. Auf ihrem Wagen genießt ein feudaler Pascha (Fred Erndl) auf seinem Thron das Leben unterm blau-weißen Rettungsschirm, während ihm Mitarbeiter und Führungskräfte von mehreren Osterhofener Unternehmen in Firmen-Overalls als Steuerzahler die "Euro-Drachmen" gleich kofferweise in seine Vitrine schütten. Ein griechischer Halbgott bringt das Geld jedoch schnell wieder unter die Leute. Als Assistentinnen stehen ihm dabei zwei schöne Helenas (OHO-Geschäftsführerin Doris Dick und Elisabeth Liebl) zur Seite. In der Werkstatt von Küchen Erndl in Arbing haben 2. OHO-Vorsitzender Siegfried Liebl und Metzgermeister i.R. Hans Peter die Szenerie aufgebaut und dekoriert.

Weitere Themen mitwirkender Gruppen vor dem Komitee-Wagen der Stadt Osterhofen sind das "Dschungelcamp" (SpVgg Osterhofen-Altenmarkt), Fasching total (Herzogstädter Buam), Schlümpfe (TV Osterhofen), Cowboys und Indianer (Asambläser Altenmarkt/TVO), "Flaschenkinder" (Hüttenfreunde Holzhäuser), "Alcatraz" (JU Osterhofen) und natürlich die Bankenkrise (FF Gergweis). Die KLJB Ettling kommt mit einer Alm, die "Milli statt Promilli"-Kühe" stellt der Trachtenverein und die Feuerwehr Göttersdorf demonstriert wie "Bunga Bunga" à la Berlusconi funktioniert.

Erstmals setzt die Stadt Osterhofen heuer ihr neues Sicherheitskonzept um, bei dem vor allem der Alkoholausschank auf der Veranstaltung rigoros beschränkt wird. Auch dürfen keinerlei Getränke und keine Glasbehälter mit auf den Stadtplatz genommen werden.

Dies kontrolliert der Sicherheitsdienst an den jeweiligen Eingängen: Der abgesperrte Stadtplatz erhält Zugänge von der Plattlinger Straße auf Höhe NKD, am Rathaus aus Richtung Seewiesen, vor den "Arcobräu Stuben", zwischen Raiffeisenbank und Scharrer-Haus sowie am Rathausgasserl.

Sicherheitsdienst kontrolliert Zugänge

Zudem gilt die Verordnung am Parkplatz hinter dem Rathaus und am Lohplatz. Für den Faschingszug wird die Absperrung natürlich geöffnet. Die Veranstaltung am Stadtplatz dauert bis 16 Uhr. - Von Sepp Schiller

Artikel aus Osterhofener Zeitung vom 14.02.2012

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