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Osterhofener Zeitung vom 19.01.2012

Die Wasserwacht warnt: Eisschicht ist noch viel zu dünn

Die Temperaturen waren bisher nicht niedrig genug, um Weiher und Altwässer so zufrieren zu lassen, dass das Eis trägt - Regeln für richtiges Verhalten

 - Etwa fünf Zentimeter dick ist derzeit das Eis am zugefrorenen Löschweiher in Niedermünchsdorf. - F.: Schiller
Etwa fünf Zentimeter dick ist derzeit das Eis am zugefrorenen Löschweiher in Niedermünchsdorf. - F.: Schiller

Osterhofen. Durch die frostigen Temperaturen der vergangenen Tage und Nächte sind die Weiher bereits mit einer dünnen Eisdecke belegt. Karsten Wirler von der Wasserwacht Osterhofen warnt Spaziergänger, Eisstockschützen und Eisläufer davor, die Eisflächen zu betreten. Die Eisschicht der Weiher und Altwässer sei derzeit noch viel zu dünn und könne brechen.

Vor allem Kinder und Jugendliche werden magnetisch von den Eisflächen angezogen, weiß Wirler. Es seien aber noch mehr kalte Tage nötig, damit das Eis eine tragfähige Dicke erreicht hat. Wer jetzt schon scheinbar zugefrorene Flächen betritt, bringe sich in Lebensgefahr.

"Unsere Weiher haben eine geringe Wassertemperatur, welche nach einem Eiseinbruch in kurzer Zeit zu starker Unterkühlung führen kann. Dadurch ist schon sehr schnell die nötige Kraft, die zur Selbstrettung benötigt wird, nicht mehr vorhanden", warnt Wirler.

Sollte nach dem Einbrechen nicht rasch Hilfe zur Stelle sein, führt die Unterkühlung zu einer Zentralisierung des Kreislaufs. Der Eingebrochene könne nicht mehr aktiv handeln und es kann zu Erfrierungen der Arme und Beine kommen. Je länger der Mensch im Wasser ist, desto mehr Körperwärme geht verloren. Der Eingebrochene verliert sein Bewusstsein. Dies hat den Tod durch Kreislaufversagen oder Ertrinken zur Folge, schildert Wirler.

Um Eisflächen betreten zu können, muss das Eis mindestens eine Dicke von zehn Zentimeter haben. Das gilt für einzelne Personen. Bei mehreren Personen sollte es 15 bis 20 Zentimeter dick sein. Fest getretener Schnee auf dem Eis zählt nicht zu der Dicke des Eises. Es verringert sogar die Tragfähigkeit des Eises, da der Schnee selber ein enormes Gewicht hat.

Wer beobachtet, wie jemand ins Eis einbricht, sollte sofort einen Notruf unter 112 absetzen, damit schnell professionelle Hilfe zum Unglücksort kommt.

Kinder werden zwar in den Schulen mit den Gefahren auf Eis vertraut gemacht, damit aber Unfälle vermieden werden, empfiehlt die Wasserwacht einige Regeln, die es zu beachten gilt:

  • Dunkle Stellen im Eis verraten: Es ist noch zu dünn
  • Wenn die weiße Pracht plötzlich knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage an das Ufer robben
  • Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten
  • Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich vorher nach geeigneten Rettungsmitteln - zum Beispiel Stangen oder Ästen - umsehen und diese an einem sicheren Platz gut sichtbar bereit legen (Auch ein umgedrehter Schlitten ist im Falle eines Einbruchs ins Eis ein geeignetes Rettungsmittel)
  • Helfer sollten bei der Rettung einen Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle einhalten und sich gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern
  • Das Eis erst betreten, wenn es dick genug ist und sicher trägt! Die unterschiedlichen Eisstärken sollten bedacht werden
  • Auf Warnhinweise achten und diese befolgen
  • Keine Löcher ins Eis machen und Markierungen am Eis beachten
  • Warme Kleidung anziehen
  • Niemals alleine aufs Eis gehen
  • Auf andere Rücksicht nehmen
  • Anderen helfen
  • Bei Gefahr laut um Hilfe rufen

Grundsätzlich sollten sich Wintersportler vorher bei Ortskundigen oder Fachleuten bzw. dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises informieren sowie auf Warnungen in lokalen oder regionalen Medien achten. - oz

Artikel aus Osterhofener Zeitung vom 19.01.2012

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